Worum geht es in "Weltwechsel"?

„Scheiße, verdammte Scheiße!“ fluchte sie und stöhnte kurz auf, als sie sich mit der rechten Hand zum Aufstehen abstützen wollte. Sie schaute in Richtung Straße, registrierte ein Taxi, eine Frau und den Taxifahrer auf sich zulaufen.
„Um Gottes willen!“ Die Frau ging neben Marie in die Hocke und schaute sie er­schrocken an. „Können Sie sich bewegen?“
Der Taxifahrer und sie stellten Marie behutsam auf die Beine.
„Gott sei Dank, Sie können wenigstens stehen!“ Sonja war erleichtert, daß der von ihr verschulde­te Unfall augenscheinlich ohne gravierende Verletzungen für die Radfahrerin geblieben war...

Das erste Aufeinandertreffen: Marie, eine lesbische Mittvierzigerin und Sonja, eine weltberühmte Schauspielerin von 60 Jahren, hetero. Sonjas Einladung zu einem gediegenem Essen als eine Art "Schmerzensgeld" und dessen Ausklang in ihrem Hotelzimmer entwickeln sich für beide Frauen in eine ungeahnte Richtung. Zwei konträre Welten treffen aufeinander: Maries "ganz normale" mit Buchhandlung und Frauenerfahrung und Sonjas Film- und Promiwelt und ihr Wechsel ins Lesbenfach.

Das hunderttausendste Wiederkäuen des klassischen Aschenbrödelmotivs? Oder des filmischen Pendants "Pretty Woman"? Nein.
Ein Liebesroman? Auch.

Vor allem eine psychologisch tiefgründige, aber dennoch amüsant und spannend geschriebene Geschichte zum Thema: Jede/r Lebenspartner/in ist ein Spiegel, der uns die eher ungeliebten Defizite und Baustellen an uns zeigt. Und der uns herausfordert, sie anzuschauen, aufzulösen, uns weiter zu entwickeln. Wir können wachsen oder scheitern.
Es ist Zufall, wenn wir treffen; aber es ist kein Zufall, bei wem wir bleiben.
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