Im Keller

Das halbe Dunkel hält
die Augen weit, die Angst im Gleißen:
Was draußen pfeifend niederfällt,
wird neue Gräber speisen.

Die Enge schmeckt und riecht
nach Leibern und nach feuchten Mauern.
In beider fahlem Angesicht
kämpft das Hoffen um sein Dauern.

Die Schreie - dumpf aus engen Kehlen:
Leise geht die Angst auf Raub.
Zwingt die eingepferchten Seelen
in ihren erstickenden Staub.

Die Stille - Sirenen künden
vom Ende der tödlichen Saat.
Wird man wiederfinden,
was man in Angst verlassen hat?

Das Draußen! Endlich Licht -
verbergen sich in Nebelgrau.
So sieht man und doch nicht:
Jeder Schritt ist Totenschau.

Der Tod da draußen raffte hin,
er brauchte nur ein Werben.
Die überlebten, neiden ihn:
sie werden viele Tode sterben.
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