Schreibblockade - die Folter der Leere

 

SchreibblockadeDie vergangenen Tage noch hurtig geschrieben; die Ideen sprudelten, die Wörter fügten sich geschmeidig. Und heute? Der zuletzt geschriebene Satz starrt mich auf dem PC-Monitor erwartungsvoll an - und ich ihn. Mir fällt nichts ein; nach fünf, nach zehn Minuten nicht und nicht nach einer halben oder ganzen Stunde.

Schreibblockaden suchen auch Erfolgsautoren ab und an heim. Mögliche Ursachen und Tipps zur Überwindung zähle ich jetzt nicht auf; dazu finden Sie im Internet zahlreiche Webseiten, die sich mit der Thematik beschäftigen. Sondern ich berichte von meiner persönlichen Erfahrung. Derzeit schreibe ich an meinem dritten Roman - schon etwas länger 🙄 und mit langen Pausen. Als ich nicht weiterkam, begann ich mit einer anderen Geschichte und merkte nach 20 Seiten, dass ich mit den Heldinnen nicht "warm" wurde. Also liegen lassen. Vor drei Monaten setzte ich mich dann wieder an mein derzeitiges Manuskript (siehe unter "Werkstatt") und hänge bei Seite 35. Nun muss ich dazusagen, dass ich immer nur weiß, welche Thematik ich behandeln möchte und mit welchen Personen, aber nie entwickle ich vor dem Schreiben einen kompletten Plot. Bei den berühmten Besinnungsaufsätzen in der Schule habe ich es ebenso gehandhabt: Erst den Aufsatz geschrieben und dann die Gliederung. Hat immer funktioniert.


Was mich derzeit blockiert, so meine starke Vermutung, ist die Angst, mein dritter Roman könnte nicht mehr die Qualität der ersten beiden erreichen. Das berühmte one hit wonder (bzw. in meinem Fall two hits wonder). Zudem bin ich ohnehin Perfektionistin. In beider Zusammenspiel erscheint mir jede Idee und jeder Satz uninspiriert, sprachlich schlecht, banal, langweilig. Ich ziehe mich immer weiter runter: Vielleicht hatte ich bei den ersten beiden Büchern einfach nur Glück, dass sie gut geworden sind? Vielleicht kann ich gar nicht schreiben? Spaßfaktor und Motivation gehen gegen null, gleichzeitig setze ich mich immer mehr unter Druck (mittlerweile auch zeitlich) und würge damit meine Kreativität ab. Ein Teufelskreis.

Die praktische Lösung zumindest für mich im aktuellen Schreibprozess: Druck rausnehmen, aber nicht so viel, dass ich tage- oder wochenlang überhaupt nicht weiterschreibe, weil dann bin ich ziemlich bald komplett aus meiner Story raus und muss mich jedesmal wieder erst einmal in sie hineinfinden, hineinspüren. Ich gebe mir also die Hausaufgabe, jeden Tag wenigstens eine Seite zu schreiben. Mit dem beruhigenden Wissen, dass ich an dem Geschriebenen ja feilen oder es ganz löschen. Aber dran bleiben.
Etwas schwieriger gestaltet sich für mich, die inneren Miesepeter zum Schweigen zu bringen. Sprich: Mir nicht einzureden, dass ich nicht gut genug bin oder zumindest nicht so gut wie in den beiden Romane vorher. Ich vertraue mal darauf, dass mir die praktische Löschung, das Dranbleiben, mit jeder fertigen Manuskriptseite zeigt, dass ich es eben doch noch kann.

So ist zumindest der Plan. - Drücken Sie mir die Daumen! 😉

 

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